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von Hans Georg Knapp
Stefanie Evers aus Isselburg hat die Silvesternacht im Krankenhaus verbracht. Ihre Tochter Lenja war am Neujahrsmorgen das erste Baby 2008 im St.-Agnes-Hospital.
BOCHOLT Wem ihre Tochter wohl am ähnlichsten sieht, haben sich die jungen Eltern noch gar nicht überlegt. Rolf Evers grinst und sagt: „Sie hat schon mehr Haare als ich, von da her...“ Zu sehen ist davon leider nichts, denn Lenja, noch keine drei Stunden auf der Welt, trägt ein weißes Häubchen. Sie räkelt sich auf dem Arm ihrer glücklichen Mutter Stefanie und gähnt in die Kamera. So ist das also, wenn man als Bocholter Neujahrsbaby in die Zeitung kommen soll.
Zur Beobachtung ins Krankenhaus
„Silvester hätte ich schon ganz gerne zu Hause gefeiert“, sagt Stefanie Evers. Doch die 31-jährige Isselburgerin wurde schon am Nachmittag zur Beobachtung ins St.-Agnes-Hospital eingewiesen. Da hatte sie noch die Hoffnung, nach einer Routinekontrolle ginge es zurück nach Hause. Aber daraus wurde nichts – Einweisung bleibt Einweisung. Am frühen Neujahrsmorgen stellte sich dies als richtige Entscheidung heraus, denn da setzten schon die Wehen ein. Gegen 5 Uhr ging es in den Kreissaal, um 9.17 Uhr kam Lenja zur Welt: 55 Zentimeter lang, 2975 Gramm schwer, 35 Zentimeter Kopfumfang. Und weit und breit ohne Konkurrenz, denn das nächste Neujahrsbaby, so berichten Ärztin Dr. Britta Bastians und Hebamme Annika Scheper gegen Mittag, sei noch nicht in Sicht.
„Lenja“ sei ein finnischer Name, erklärt Stefanie Evers. „Für mich stand fest: Wenn ich ein Mädchen kriege, heißt sie Lenja.“ Vater Rolf hatte wohl eher zaghaft den Namen „Julia“ ins Spiel gebracht, doch damit blieb er chancenlos. Hat er sich denn bei seinem Sohn Fabian (5) durchgesetzt? „Nee, auch nicht“, räumt Rolf Evers ein.
Ruhe und Geduld bewahren
Das belastet den 32-Jährigen nicht weiter, denn jetzt hält er Lenja zärtlich im Arm. Und schließt sich den Wünschen seiner Frau fürs neue Jahr an: „Dass wir alle gesund bleiben und dass es vom Finanziellen nicht schlechter wird.“ Geht alles glatt, können Mutter und Kind am Freitag nach Hause. „Ruhe und Geduld bewahren“, empfiehlt Bastians allen jungen Eltern. „Genießen“, fügt Scheper hinzu, „sie werden viel zu schnell groß.“
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