Transparenz durch Qualitätssiegel


 

Patienten erhalten Sicherheit im Umgang mit MRSA

in Empfang nehmen konnten das St.-Agnes-Hospital Bocholt und das

St.-Vinzenz-Hospital Rhede und die Häuser des Klinikverbundes Westmünsterland am Freitag das Qualitätssiegel des Euregio-Projekts MRSA-net. 41 Krankenhäuser hatten sich an dem Projekt beteiligt, davon erhielten 39 das Siegel. Damit wird Patienten Transparenz und Sicherheit im Umgang mit MRSA geboten. Es zeigt an, ob in der gewählten Einrichtung, alle möglichen Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion durchgeführt werden. Das Erreichen der Qualitäts- und Transparenzziele ist nicht einmalig, sondern wird einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen.

Mit der Schaffung des grenzübergreifenden Netzwerks ist die Region Münsterland/Twente deutlich weiter als andere Bezirke in Deutschland. Die Erkenntnisse des Modellprojekts sind auf bundesweites Interesse gestoßen und sollen auch in anderen Regionen umgesetzt werden.

Die Netzwerkbildung als Strategie im Kampf gegen MRSA sieht auch

Dr. Alexander Friedrich, deutscher Leiter des Euregio-Projekts MRSA-net als einzige Prävention. "Einer alleine kann es nicht schaffen", so lautet seine Meinung. Nur im Verbund werden die Wege des Patienten transparent und stationär begonnene Maßnahmen können erfolgreich in ambulanten Bereich weitergeführt werden.

Erfreut über den erreichten Standard zeigen sich gleichfalls die niederländischen Nachbarn. Sie führen bereits seit Jahren die konsequente "search and destroy" - Politik durch und ihr MRSA-Anteil hält sich stabil auf unter 3%. Neue Perspektiven grenzüberschreitender Zusammenarbeit eröffnen sich durch die Angleichung an niederländisches Niveau.