Vier Millionen-Euro Investition/ Pläne dienen Mitarbeitern und Patienten / Erweiterung der Pathologie und des Laborbereiches
Bocholt (tt). Auf dem Gelände des St.-Agnes-Hospitals wird gebaut, und zwar gegenüber dem Hubschrauberlandplatz, wo die technischen Abteilungen des Krankenhauses, die Apotheke und das Pathologische Institut zu finden sind. Für die Erweiterung der Pathologie und einen neuen Labortrakt sind Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro vorgesehen.
Eine weitere Million Euro steht für den neuen Linksherzkatheter-Messplatz bereit, der in den alten Laborräumen eingerichtet werden soll. Die Arbeiten sollen Mitte 2010 abgeschlossen sein, meint Leo Most, technischer Direktor des Bocholter Krankenhauses.
Das Institut für Pathologie des St.-Agnes-Hospitals untersucht Gewebeproben, Operationspräparate und Zellausstriche für andere Krankenhäuser, Arztpraxen und den gesamten Klinikverbund Westmünsterland (Bocholt, Rhede, Borken, Ahaus, Vreden). Jährlich werden so mehr als 30.000 Aufträge und etwa 40 Obduktionen bearbeitet - Tendenz steigend.
Über dem ebenerdig angelegten Neubau der Pathologie entsteht der neue Funktionsbereich für die II. Medizinische Klinik. Hier gibt es vom übrigen Labor getrennte Räume für gastroenterologische und onkologische Untersuchungen und solche mit Ultraschall. Geplant ist auch eine Warte- und Anmeldezone für Patienten, die zum Beispiel für einen bevorstehenden Eingriff geröntgt werden müssen.
Vorgesehen sind ferner Umkleide- und Aufenthaltsräume für Schwestern und Ärzte. „So verbessern wir die Arbeitsbedingungen für das Personal erheblich. Außerdem muss dann kein Patient mehr auf dem Flur auf einen Eingriff warten“, sagt Ludger Hellmann, Geschäftsführer des St.-Agnes-Hospitals.
Seit der Einweihung des Krankenhaus-Neubaus im Jahr 1985 habe es keine weitere Fördermittelzuweisung gegeben, sagt Ludger Hellmann, „obwohl sich die Medizin in den vergangenen 25 Jahren sehr verändert hat.“ In den 1980er Jahren seien im St.-Agnes-Hospital jährlich 11- bis 12.000 Patienten behandelt worden. Heute seien es mehr als 20.000 Menschen. „In den medizinischen Abteilungen herrscht akute Raumnot“, so der Geschäftsführer der Klinik. Außerdem gebe es einen enormen Investitionsstau im Krankenhaus.
Mit der Erweiterung der Pathologie und des Laborbereichs beginne eine bauliche Entwicklung am St.-Agnes-Hospital, die noch weitere Projekte enthalte. So sollen beispielsweise die alten Endoskopieräume in die Räume des urologischen Funktionsbereichs einbezogen und komplett saniert werden. Auch mit dem Umbau der alten Laborräume sei schon begonnen worden.
Borkener Zeitung 16.03.2009
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