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Vor einem operativen Eingriff machen Sie sich vielleicht Sorgen über den Ablauf, besonders über die Anästhesie (Narkose). Häufig ist vieles unbekannt und löst dadurch Ängste aus.
Wie möchten Sie daher an dieser Stelle informieren, um hiermit zu helfen Ängste und Sorgen zu reduzieren.
Die Allgemeinanästhesie (mit Narkosegasen) schaltet das Bewusstsein für den ganzen Körper vollständig aus. Sie befinden sich dann in einem schlafähnlichen und vor allem schmerzfreien Zustand. Ist der Eingriff beendet, wachen Sie in wenigen Minuten wieder auf.
Die TIVA (total intravenöse Anästhesie) ist eine Variante der oben beschriebenen Allgemeinanästhesie (ohne Narkosegase). Sie wird bei ambulanten Eingriffen verwendet. Medikamente für den tiefen Schlaf und gegen Schmerzen werden über eine Hautvene dem Körper ständig zugeführt.
Nach OP-Ende erwacht der Patient ebenfalls innerhalb weniger Minuten.
Bei den regionalen Verfahren können Abschnitte des Körpers z.B. Schulter, Unterschenkel rechts oder links, linker Arm oder beide Beine durch Betäubung der Nerven vollständig schmerzfrei gestellt werden. Je nach Bedarf lässt sich dieser Zustand für Minuten, Stunden oder Tage
aufrecht erhalten.
Die sog. Spinalanästhesie oder der Periduralkatheter bewirkt Schmerzfreiheit aber auch eine zeitweilige Bewegungseinschränkung für die untere Körperhälfte.
Beide Verfahren werden auch bei Operationen in Vollnarkose eingesetzt. Bei großen Baucheingriffen reduzieren sie während und nach der Operation Risiken. Sie tragen zur Verbesserung der Darmtätigkeit bei und vermindern nachhaltig den Schmerz nach einem Eingriff.
Schmerzpumpen können über lange Zeit Schmerzfreiheit ermöglichen. Tägliche Beobachtung durch das Team sorgt für Sicherheit.
Nach dem operativen Eingriff werden die Patienten in den Aufwachraum verlegt und dort vom fachkundigen Anästhesiepersonal weiter versorgt.
Dieses Team kümmert sich um die Schmerzunterdrückung und die Stabilität der Herz- und Kreislaufverhältnisse. Besonderes Anliegen ist es, dem Patienten beizustehen, während er vollständig aus der Narkose erwacht. So wird auch das Gespräch mit dem Kranken gesucht. Der Patient soll sich umsorgt und geborgen fühlen.
Fühlt der Patient sich gut, wird er vom Stationspersonal nach ausführlichem Übergabegespräch übernommen.
Einige Patienten benötigen eine noch intensivere Betreuung und Behandlung. Diese Patienten werden auf die Intensivstation begleitet.
Dieser Bereich wird von allen Kliniken gemeinsam genutzt und zentral durch die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin geleitet.
Mit qualifiziertem Fachpersonal und modernster medizinisch-technischer Ausstattung sind wir auf unserer Intensivstation optimal auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe eingestellt.
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