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Perinatalzentrum

Wir stellen uns vor

Die Klinken für Gynäkologie und Geburtshilfe im St.-Agnes-Hospital Bocholt und im  St. Marien-Hospital Borken werden vom Chefarzt Priv. Doz. Dr. Gregor Westhof gemeinsam geleitet und bilden mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Bocholt (Chefarzt Dr. Klaus Winter) das Perinatalzentrum Bocholt-Borken.

 

Das Perinatalzentrum Bocholt-Borken betreut circa 1400 Geburten im Jahr und ist damit in der Lage, eine hohe medizinische Sicherheit in familienorientierter Atmosphäre anzubieten. Neben gesunden Schwangeren werden auch Frauen mit Risikoschwangerschaften und neben gesunden Neugeborenen auch Frühgeborene ebenso wie kranke Neugeborene betreut. Das Zentrum hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine effiziente interdisziplinäre Zusammenarbeit Probleme bei Mutter und/oder Kind vor, während und nach der Geburt früh zu erkennen, zu vermeiden und optimal zu behandeln.

 

Vor der Geburt

Lassen Sie sich über die Schwerpunkte des Perinatalzentrums durch unsere Hebammen und Ärzte in den Geburtsvorbereitungskursen, an den Informationsabenden – inkl. Kreißsaalbesichtigung – und in der Anästhesiesprechstunde informieren.

 

Haben Sie eine Grunderkrankung oder sollte Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt bei Ihnen oder Ihrem Kind in der Schwangerschaft Probleme feststellen, so kann er Sie jederzeit in einer unserer vorgeburtlichen Sprechstunden vorstellen. Auch können Sie sich zur pränatalen Diagnostik überweisen lassen. Sie werden dann von einem unserer erfahrenen Ärzte untersucht. Angeboten werden sonographische Feindiagnostik einschl. fetaler Echokardiographie, Doppler-Blutflussmessung und, falls notwendig oder gewünscht, Fruchtwasseruntersuchung (Amniocentese). Anschließend werden Sie ausführlich beraten. Bei speziellen Fragen werden anderen Spezialisten (Kinderärzte oder Internisten) hinzugezogen. Bestimmte Erkrankungen können im Mutterleib behandelt, andere müssen direkt nach der Geburt versorgt werden. Ihr Frauenarzt erhält nach der Untersuchung unverzüglich einen ausführlichen Bericht von uns.

 

Während der Geburt

Wir streben eine familienorientierte Geburt an und freuen uns auf die Anwesenheit des Vaters oder einer anderen Bezugsperson. Beide Standorte verfügen über 3 Kreißsäle, eine Gebärwanne und einen -Hocker. Rund um die Uhr sind Hebammen, Gynäkologen, Anästhesisten und Kinderärzte für Sie da. Unter der Geburt werden die Herztöne ihres Kindes überwacht (CTG). Bei unklarem CTG kann die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes durch Mikroblutuntersuchung (MBU) oder sogar durch die unblutige fetale Pulsoximetrie (FetalSat-System) überprüft werden. So mancher Kaiserschnitt lässt sich  durch diese modernen Methoden vermeiden.

Ist Schmerzlinderung notwendig, können Sie zwischen Homöopathie, Akupunktur, entkrampfenden Medikamenten und rückenmarksnaher Betäubung (Periduralanästhesie = PDA) wählen.

Manchmal wird Hilfe durch Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt notwendig. Sogar beim Kaiserschnitt kann das Erlebnis der Geburt bewahrt bleiben, da in der Regel eine rückenmarksnahe Betäubung (Spinalanästhesie) verwendet wird. Sie sind wach, dennoch schmerzfrei und Ihr Partner kann dabei sein. Alle Not-Eingriffe können in beiden Geburtskliniken im Kreißsaal stattfinden. Durch die enge Zusammenarbeit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit beiden geburtshilflichen Kliniken des Perinatalzentrums können Erkrankungen bei Neugeborenen zum frühestmöglichen Zeitpunkt – nicht selten bereits vor der Geburt – erkannt werden und umgehend einer gezielten Behandlung zugeführt werden. Bei Risikogeburten (z.B. Frühgeburten, kindliche Erkrankungen) oder im Falle plötzlich auftretender kindlicher Probleme unter der Geburt kann jederzeit ein Kinderarzt hinzu gerufen werden. Das Team der Kinderklinik in Bocholt ist auch für den Borkener Kreißsaal ist eine sorgsam ausgearbeitete Notfallkette jederzeit abrufbar.

 

Kind nach der Geburt

Das gesunde Neugeborene bleibt bei Ihnen im Kreißsaal und auf der Station. Selbstverständlich können Sie Ihr Kind auch jederzeit bei den Kinderschwestern im Kinderzimmer abgeben, wenn Sie einmal etwas Ruhe benötigen. Für die Versorgung von Frühgeborenen ab der 29. Schwangerschaftswoche, erkrankten Kindern, sowie Mehrlingen gibt es in Bocholt eine hochmoderne, in die Mutter-Kind-Station integrierte, neonatologische Intensivstation mit speziell ausgebildeten Ärzten (Neonatologen) und Kinderkrankenschwestern. Der Chefarzt Dr. Klaus Winter ist zudem Spezialist für kindliche Herzerkrankungen. Dank der Erfahrung unserer Kinderschwestern in Kombination mit modernem Monitoring und sorgfältig abgewogenen Therapiemaßnahmen steht die Behandlung auf unserer voll ausgestatteten neonatologischen Intensivstation keineswegs im Widerspruch zur Förderung einer intensiven Eltern-Kind-Beziehung in gemütlicher Atmosphäre. Hierzu zählt insbesondere die enge räumliche Zusammenarbeit, die Kängurumethode und die Pflege in der Hängematte. Zwillinge werden in einem gemeinsamen Wärmebett gepflegt.

 

Kinderärztliche Untersuchungen:

• Vorsorgeuntersuchung U1 und U2

• Hörscreening

• Screening auf angeborene Stoffwechselerkrankungen

• Hüft- und Nierensonographie

• Beratung über optimale Schlafumgebung

 

Mutter nach der Geburt

Auf der Mutter-Kind-Station werden Sie von unseren Ärzten, Kranken-/Kinderschwestern, Hebammen und Stillberaterinnen betreut. Rooming-in ist die zumeist bevorzugte Betreuungsmethode. Brauchen Sie einmal eine Auszeit, kann Ihr Kind auf der integrierten Neugeborenenstation bzw. im Kinderzimmer verbleiben. Nach Vereinbarung wird ein Familienzimmer bereitgestellt. Wir verfügen über ein Müttercafé und ein Stillzimmer. Ebenfalls gehört, zusätzlich zur üblichen Speisenauswahl, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet zum Angebot. Sie können täglich an der Wochenbettgymnastik teilnehmen.

 

Darüber hinaus

Nach Geburt und Entlassung aus der Klinik betreuen die Hebammen Sie zu Hause weiter. Wenn Ihr Kind auf der Kinderstation verbleibt, können Sie sich als Begleitmutter aufnehmen lassen. Kinderkrankenschwestern und Hebammen organisieren für Sie Babymassage und Babyschwimmen.

 

Spezialsprechstunde und Geburtsplanung:

• Bei mütterlichen Grunderkrankungen

• Bei irregulären Antikörpern

• Bei Verdacht auf mütterlicher Infektion

(Röteln, CMV, Toxoplasmose, Ringelröteln)

• Bei Mehrlingen oder Beckenendlage

Anmeldung unter Tel. 0 28 71 / 20 - 29 61(Bocholt) oder 02861/97-3301 (Borken)

 

Pränataldiagnostik und Ultraschall:

• Weiterführende Ultraschalldiagnostik im 1. und

2. Schwangerschaftsdrittel, z.B. bei erweiterter

Nackenfalte oder Auffälligkeiten im Routineultraschall

• fetale Echokardiographie, Doppler-Ultraschall

• Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)

Anmeldung unter Tel. 0 28 71 / 20 - 29 61 (Bocholt) oder 02861/97-3301 (Borken)

 

Sanfte und Äußere Wendung:

Verschiedene Methoden der Drehung von Steiß- in

Schädellage von der 33. bis 38. SSW.

Anmeldung unter Tel. 0 28 71 / 20 - 22 00 oder 02861 / 97-3310

 

Geburtsvorbereitung:

Bocholt: Anmeldung unter Tel. 0 28 71 / 20 - 22 00

Borken: Anmeldung unter Tel. 0 28 61 / 97 - 33 10

 

Anästhesie-Sprechstunde:

Bocholt: Donnerstags 15.30 Uhr

Anmeldung unter Tel. 0 28 71 / 20 - 29 93

 

Infoabend/Kreißsaalbesichtigung:

Bocholt: jeden 1. Donnerstag im Monat, 19.00 Uhr

Borken: jeden 2. Montag des ungeraden Monats,

19.00 Uhr

 

Zu Ihrer Kenntnisnahme:

Auswertung über die Daten der Qualitätssicherung Neonatologie NRW (PDF)

 

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